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Montag, 30. Juli 2012

m-ontag: Über den Wolken...

Nachdem Laureen letztes Mal ein paar Erkenntnisse aus ihrem Tokyourlaub geteilt hat, bin ich heute wieder dran mit Japanm-ontag.
Und ratet mal ... wenn ihr das hier lest, bin ich ebenfalls auf dem Weg nach Tokyo. Mein zweiter Aufenthalt in der Weltmetropole ist viel kürzer - diesmal bin ich nur 3 Wochen hier und nicht wie letztes Mal mehrere Monate.
Allerdings kann ich die nächsten Montage meine m-ontag Beiträge direkt vom Ort des Geschehens abschicken, um den es sich hier seit vielen Wochen dreht: Japan und Tokyo!

Womit fang ich an? Natürlich mit dem Flug ... denn genau da befinde ich mich zurzeit, in einem Flugzeug (oder vllt auch in London oder schon in Tokyo, je nachdem, wann ihr das hier lest...).
Man kann von Berlin aus nicht direkt nach Tokyo durchfliegen - der große Flughafen sollte das möglich machen, aber wer weiß, wann die fertig werden, oder? Man wird standardmäßig über einen der vier größten Flughäfen Europas geleitet: London Heathrow, Paris Charles de Gaulle, Amsterdam Schiphol oder Frankfurt am Main (keine Ahnung, wie der heißt), manchmal fliegt man auch über Wien und Mutige können über Moskau fliegen. Das hängt alles von der Fluggesellschaft ab. Ich persönlich fliege am Liebsten British Airways (man, klingt, als wär ich voll der Jetsetter...), damit bin ich auch letztes Mal mit meiner Freundin nach Tokyo geflogen. Die Sitze bieten relativ viel Platz, jeder hat seinen eigenen Fernseher und man kann aus mehren Dutzend Filmen wählen. Das Essen ... ist Geschmackssache, oder? Man kann auf jeden Fall immer zwischen zwei Gerichten wählen! Und Leute, die nicht warten können, geben bei der Buchung an, dass sie vegetarisch/koscher/hindi/vegan/laktosefrei/glutenfrei/etc. essen möchten. Ja, das wird berücksichtigt. Je länger der Flug, desto mehr zu Essen gibt's ... eigentlich logisch, oder?
Bei meinem ersten Tokyoflug hatten wir die Wahl zwischen einem englischen Frühstück und einem Omelett und meine Freundin und ich entschieden uns, dass jeder eines nehmen sollte, sodass wir tauschen könnten. Weil ich nett war, wählte ich das englische Frühstück, denn wir gingen beide davon aus, dass es eine kulinarische Katastrophe sein musste. Was soll ich sagen? Ich hatte Glück! Mein Essen war zwar nicht phänomenal, aber genießbar, im Gegensatz zum Omelett.
Je nach Abflug, gibt es dann noch Mittag oder Abendbrot und diverse Snacks dazwischen ... Getränke kriegt man so viel man will, das gilt auch für Alkohol.

Der Flug von London nach Tokyo dauert knapp 12 Stunden. Ganz recht. 10 Stunden und dann nochmal 2. Wenn der Flieger pünktlich ist, was keine Selbstverständlichkeit ist.
Lasst mich meine Erfahrung mit euch teilen ... Langstreckenflüge sind SCHEIßE! Ich durfte mittlerweile schon nach Peking, Tokyo, die Dominikanische Republik und New York fliegen. Langstreckenflüge sind Mist. Like seriously.
Egal, was euch die Fluggesellschaft verspricht - Beinfreiheit, tolles Essen, freundliches Personal (LÜGE!) - solange ihr euch keinen Platz in der Businessclass leisten könnt (wohl kaum), wird dieser Flug für euch nicht angenehm. Sobald ihr aufs Klo müsst, Schlafen oder einfach nur ein wenig bequemer sitzen wollt, stoßt ihr auf eure Grenzen. Businessclasssitze lassen sich in die Waagerechte bringen, damit man schlafen kann ... in der Holzklasse kann man nicht mal die Beine ausstrecken.

Ihr müsst dennoch das Beste drausmachen, bis ihr an eurem Ziel seid, dafür hier ein paar Tipps:

1) Sitzplätze reservieren
Das geht bei fast allen Fluggesellschaften kostenfrei ab 24 Stunden vor dem Abflug. Für gewöhnlich bedeutet das, sehr früh aufstehen, aber glaubt mir, das ist es wert! Versucht, entweder die Sitze GANZ VORN (Beinfreiheit!) oder GANZ HINTEN (Zurücklehnen, ohne dass sich wer beschwert) zu ergattern.
2) Extraklamotten
Fliegen ist teuer. Nicht nur für den Passagier. Die Fluggesellschaften versuchen, Geld zu sparen, wo es nur geht. Deswegen wird die Klimaanlage oft heruntergedreht, denn dadurch trinken die Reisenden weniger. Man muss zwar weniger aufs Klo, aber meist friert man sich den A**ch ab. Besonders kalte Füße, sind ein altbekanntes Problem. Ein Extrashirt (auch falls ihr euch einsaut), extra Socken und Extraunterwäsche sollten mit ins Handgepäck!
3) Am Gang sitzen
Ja, ihr könnt dann nicht aus dem Fenster sehen. Aber zum einen könnt ihr euch die Beine vertreten, so viel ihr wollt (Hallo, Trombosealarm!) und zum anderen, seid ihr schneller am Notausgang. Es ist statistisch bewiesen - Menschen, die am Gang sitzen, überleben eher einen Absturz, als die, die am Fenster sind.
4) Notausgang
ICH WEIß! Aber ich finde das wichtig. Schaut euch die Notausgänge an und wenn ihr weder vorn noch hinten sitzen könnt, setzt euch in die Nähe eines Notausganges. Der Grund ist derselbe - Menschen, die in der Nähe eines Notausganges sitzen, überleben eher.
5)Passendes Schuhwerk
Muss ich das wirklich erklären? Okay, gut. Ihr wollt keine kalten Füße. Ihr wollt nicht zu den Leuten gehören, die die Schuhe ausziehen müssen, solltet ihr notlanden. Ihr wollt nicht einem Mitpassagier ein weiteres Nasenloch verpassen, weil er fällt und ihr über ihn drüberstöckelt - das ist gemeingefährlich! Keine Sandalen und KEINE HIGHHEELS! Und ihr wollt nicht am Flughafen aufgehalten werden, weil ihr Stahlkappen tragt...
6) Sich vorher über das Bordprogramm informieren
Das spart einfach Zeit. Ihr könnt euch locker 3 Blockbuster anschauen, die noch nicht mal im Kino laufen!
7) Das Personal in Ruhe lassen
Tut's einfach... macht nicht denselben Fehler wie ich und zieht eine amerikanische Flugbegleiterin an ihrem Rock, weil sie euch übersehen hat. Tut es nicht, DIE VERSTEHEN KEINEN SPAß!!
8) Den Gurt verdecken
Diese Lektion musste ich lernen, als ich vom Flug von Charles de Gaulles nach Peking von einer Frau im Körper eines Mannes im Körper eines Flugbegleitert geweckt wurde, als ich gerade eingeschlafen war. Er konnte meinen Gurt nicht sehen. Die legen darauf Wert. Ihr bekommt vermutlich eine Decke. Hier ist der Plan: Einigermaßen bequem machen, zudecken, Gurt über der Decke zumachen und alles ist gut.
9) Alarm
Terroristen sind überall! Echt jetzt! In euren Gürtelschnallen, in euren festverschlossenen Wasserflaschen, sogar in euren Schuhen! Deswegen wird alles abgegeben oder untersucht. Wasser dürft ihr nicht mitnehmen, wisst ihr ja - kauf euch im Duty Free eine Flasche (völlig überteuert, aber ihr braucht es!). Aber wusstet ihr auch, dass  ihr an den großen Flughäfen eure Schuhe durch das Röntgengerät schieben müsst, weil Sprengstoff drin sein könnte? Oder dass das Gerät, zu viele Kabel nicht erkennt? Wenn ihr also Laptop + Musik + Kamera + Handheld + alle Ladegeräte in einer Tasche habt, ist es wahrscheinlich, dass ihr angehalten und zur Extradurchsicht gebeten werdet. Ich hab es zwar nie mitgemacht, aber ich glaube, eine Leibesvisitation gehört da zu. Also: Alles gut zusammenwickeln und mit Gummi festschnüren.
10) Gepäck
Hier ein kleiner Schock für euch! Ihr seid nicht die einzigen mit Gepäck! Jeder Passagier hat einen Koffer. Manchmal auch mehr. Das Flughafenpersonal gibt sein Bestes, aber Sachen gehen kaputt/verloren/werden falsch geschickt. Deswegen: (a) Jeder nimmt seinen eigenen Koffer und es wird von jedem etwas in beide Koffer gesteckt. (b) Elektronikgeräte und Wertsachen kommen ins Handgepäck! (c) Koffer gut sichtbar machen, mit bunten Gepäckbändern, Stickern oder direkt bunte Koffer nehmen. ("Mein Koffer ist weg! Es ist der Samsonite mit pinkem Zebramuster." Ist viel besser als: "Der graue Noname.")
11) Den Mund aufmachen
Das Personal gibt zwar sein Bestes, aber die müssen auch schnell sein. Deswegen werden Koffer nicht wie rohe Eier behandelt, sondern wie, jep, Koffer. Sachen gehen kaputt. Oft!
Sobald ihr euren Koffer vom Band geholt habt, überprüft, ob alles heil ist! Besonders Rollen brechen schnell ab. EUCH STEHT ENTSCHÄDIGUNG ZU!!! Bei mir war einmal der Standfuß verbogen und ich bekam einen völlig neuen Koffer erstattet, obwohl der andere noch gut funktionierte - am Ende hatte ich also zwei. Es hilft auch, Kratzer anzuführen, die schon vorher da waren, aber das habt ihr nicht von mir...
12) Zu viel mitschleppen
Ich hasse Leute, die quasi einen zweiten kleinen Koffer mit ins Handgepäck nehmen. Ich hasse sie und alle anderen auch.
13) Auf dem Flughafen essen
Ich weiß, das ist bescheuert, weil ihr Essen im Flieger kriegt und dafür habt ihr ja bezahlt. Aber ihr solltet was Füllendes essen oder zumindest kaufen. Das Flugzeugessen ist manchmal widerlich! Ich meine es Ernst. Sollten eure Geschmacksknospen nicht völlig abgestorben sein, kann es passieren, dass ihr es nicht runter kriegt. Und nun stellt euch vor ... ihr habt einen leeren Magen, ihr könnt nicht schlafen, ihr seid seit Stunden im Stress... worin resultiert das? Genau. Krankheit. Bei mir war es der Magen. Ich habe es geschafft, den Start, den Flug und die Landung eines Kurzstreckenfluges zu verpennen, weil es mir hundsmiserabel ging und ich bereits auf dem Flughafenklo meine Magensäure übergeben musste.
14) Babys
Dagegen könnt ihr nichts tun. Es gibt Spinner, die mit ihren wenige Monate alten Babys bereits Langstreckenflüge hinter sich bringen. Zeigt ihnen mental den Finger und bemitleidet das arme Kind, dem geht es nämlich noch viel schlimmer.
15) Medikamente und co.
Vergesst sie nicht. Ihr seid so lange im Flieger, dass das Zeitfenster für die Einnahme vermutlich irgendwo dazwischen liegt. Ihr könnt Schlaftabletten mitnehmen, sollte euch das beim Einschlafen helfen. Allerdings solltet ihr versuchen, darauf zu verzichten. Glaubt mir.
Vergesst auch die Eitelkeit! Reist mit Brille! Ihr wisst nicht, was alles passiert und am Ende müsst ihr eure Kontaktlinsen im Flieger oder am Flughafen rausnehmen. Mir ist das schon passiert. Das ist ätzend!

So, damit habe ich nun 15 meiner Flugtipps mit euch geteilt. Ich bin sicher, dass ich noch mehr hätte, aber mehr fallen mir nicht ein.

Den nächsten Beitrag bekommt ihr dann demnäääächst ... mal schaun, was sich zwischen heute und vor 4 Jahren geändert hat. Noch etwas anderes außer meine Sichtweise auf die Dinge?

Montag, 23. Juli 2012

m-ontag: Körpersprache

Ich war heute den ganzen Tag mit Uni- und Arztsachen beschäftigt und da ich nicht Medizin studiere, handelt es sich nicht um dasselbe und ich konnte somit keine Zeit sparen.
Jedenfalls werde ich heute einen kurzen Beitrag über japanische Körpersprache schreiben. Nicht das obligatorische Verbeugen und Katzbuckeln, sondern ein paar Sachen, die vielleicht nicht so bekannt sind.

1. Kopfkratzen


Das sieht man auch oft in Anime oder Manga. Sich am Hinterkopf zu kratzen, ist ein Zeichen von Verwirrtheit oder Verlegenheit.

2. Teufelchen
Die Zeigefinger wie zwei Hörner neben die Stirn zu halten, soll zeigen, dass jemand drittes wütend ist - z.B. Chef oder Ehefrau.

3. Durchgeknallt
Die geballte Faust wird neben den Kopf gehalten und dann plötzlich geöffnet. Damit soll gezeigt werden, dass die Person, über die soeben gesprochen wird, (dumm oder durchgeknallt) ist.

4. Nachdenklich


Ebenfalls bekannt aus Anime. Die Arme verschränken heißt, dass man stark nachdenkt. Manchmal hat man dabei auch eine Hand am Kinn.

5. Aufschneider



Wenn man eine geballte Faust vor seinem Gesicht hält, so als würde man eine lange Nase halten, dann soll das bedeuten, dass die relevante Person ein Angeber - also ein Tengu - ist.

6. Streit
Mit den Zeigefingern so zu tun, als würde man einen eigenen Schwertkampf austragen, bedeutet, dass zwei andere zerstritten sind.

7. Muri!


Die Arme vor der Brust zu einem Kreuz verschränken, bedeutet, dass etwas völlig unmöglich (Muri! oder Dame!) ist.

Montag, 11. Juni 2012

m-ontag: Conbini

Halloooo Leute, heute bin ich mal später dran, weil ich sehr beschäftigt war.

Heute erzähl ich euch was zur tollsten Erfinderung unserer Zeit: Conbinis. Conbini kommt vom Englischen Convenience Store und heißt übersetzt Komfortgeschäft bzw. 24-Stunden-Laden. Der Name ist Programm! Conbinis in Japan haben 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr geöffnet - Neujahr, Golden Week, völlig egal, sie haben immer auf!
Und sie verkaufen alles mögliche. Das heißt, wenn wir um 1 Uhr nachts plötzlich das dringende Bedürfnis nach Sushi, Cola, Klopapier, Deo, einer Telefonkarte oder einer Zeitschrift habt - im Conbini bekommt ihr alles.



Und nicht nur das, ihr bekommt auch warme Mahlzeiten, wenn ihr das wollt. Man kann sich z.B. eine Packung Instantnudeln kaufen und das heiße Wasser bekommt man direkt dazu und kann dann vor dem Geschäft essen. Oder man kauft sich eine Packung Soba, die wird dann in die Mikrowelle geschoben und schon hat man ein warmes Mittagessen. An der Kasse steht auch immer ein kleiner Heißluftgrill, in dem kontinuierlich Man (das sind Hefebrötchen mit verschiedenen Füllungen) oder Würstchen oder Schnitzel usw. rotieren.


Wer nur einen Snack will, der schnappt sich eines von zig Onigiris:


oooder Takoyaki:


oder Sushi holen:


Die Auswahl ist wirklich groß und es lässt sich für jeden was finden.
Ich persönlich bin ein großer Conbinifan und sehr traurig darüber, dass es etwas ähnliches nicht in Deutschland gibt. Gerade auch über die Möglichkeiten an Essen bin ich begeistert. Denn wenn man in Deutschland abends Hunger hat, ist die einzige Möglichkeit oft Fast Food oder ein belegtes Brot, wenn man Glück hat. Über das Sushi, das man bei uns im Supermarkt kaufen kann, möchte ich gar nicht erst reden...

Das war's heute schön, ich hoffe, es hat euch gefallen, bis nächste Woche! =D

Montag, 21. Mai 2012

m-ontag: Schule

In den vergangenen Posts (und hauptsächlich in den Kommentaren), hab ich euch empfohlen, ein Austauschjahr zu machen, wenn ihr einige Zeit in Japan verbringen wollt.

Damit ihr mal einen Einblick bekommt, stell ich euch heute das japanische Schulsystem vor!

Aber kurz ein kleiner Ausflug in die Geschichte (jaja...), um euch ein paar grundlegende Fakten nahe zu bringen, die sehr wichtig sind, um die japanische Schule zu verstehen. Ich werde jetzt keine Warums und Weshalbs diskutieren, denn das würde sehr lange dauern. Nur ein kurzes Was:

Wie ihr sicherlich alle wisst, standen Deutschland und Japan im II Weltkrieg auf derselben Seite und wurden 1945 von den Alliierten geschlagen. Die Kapitulation Japans am 02.September 1945 stellte das offizielle Ende des II Weltkrieges dar (ganz recht, Deutschland hatte vor Japan kapituliert) und von da an war Japan durch amerikanische Truppen besetzt. Das hielt zwar "nur" 7 Jahre bis 1952, aber trotzdem änderte sich in der Zeit einiges in Japan. Neben vorübergehenden Phänomenen (traurig aber wahr: Vergewaltigungen, Zensur, Prostitution), hält vieles, was die Amerikaner nach Japan brachten, bis heute an.

Dazu zählt eine Veränderung in der Frauenbewegung (Die Frauenwahlbeteiligung nach dem Krieg war so hoch, dass direkt 39 weibliche Kandidaten gewählt wurden!) und es entwickelte sich das Modern Girl.

Auch die Sportart Baseball ist heute eine der beliebtesten in Japan (wenn nicht die beliebteste) und auch sie kam durch die Besetzer.

Am wichtigsten jedoch, und damit kommen wir zum Thema, ist die Veränderung im Schulsystem. Seit dem II Weltkrieg folgt das japanische Schulsystem dem amerikanischen Muster: 6 Jahre Grundschule, 3 Jahre Mittelschule, 3 Jahre High School. Ganz anders als in Deutschland, wo man sich noch nicht mal einigen kann, schickt man die Kinder nun 4 Jahre zur Grundschule oder 6 (wir in Berlin gehen 6 Jahre).

Grund- und Mittelschule sind pflicht, High School ist es im Prinzip nicht, aaaaaber an sich haben Leute, die nach der Mittelschule aufhören, weniger Chancen auf einen gut bezahlten Job. Das ist viel extremer als bei uns, wo man auch mit einem guten Realschulabschluss eine ordentliche Ausbildung bekommen kann.

[Achtung, pädagogischer Moment: Geht zur Schule, es ist sehr wichtig! Macht euer Abitur, dann steht euch alles offen und jeder möchte doch wählen können, womit er 50 Jahre seines Lebens verbringt!]

Am Anfang sind noch alle gleich. Die Probleme kommen, wenn man eine höhere Schule besuchen möchte. Die meisten Kinder gehen in den Kindergarten. Hier sollen sie lernen, sich in Gruppen zurecht zu finden, oft auch rudimentäre Schreibkenntnisse erlernen und viele bieten auch Vorbereitung für die Test zu elitären Grundschulen an. Da geht es nämlich schon los. Die meisten Grundschulen sind staatlich und das ist auch in Ordnung, nur wenige sind privat und haben einen Test. Da muss das Kind beispielsweise auf Englisch zählen können oder schon komplizierte Kanji schreiben etc.

In der Grundschule bekommen die Kinder dann erste Ranzen [randoseru vom niederländischen Ransel], Bücher und Materialien.
Sie bekommen Schulmittagessen gestellt, das für gewöhnlich aus einer Hauptmahlzeit, Kohlehydraten (Reis, Brot oder Nudeln), Gemüse, Suppe und Milch besteht. Gegessen wird am Tisch, verteilt wird das Essen durch Mitschüler.




In der Mittelschule geht der Stress dann los. Nicht nur, dass es nun sehr wichtig ist, es in eine private, elitäre Schule zu schaffen (staatliche Schulen sind schlechter ausgestattet), man hat praktisch keinerlei Freizeit mehr. Der Standardteenager pendelt zwischen Schule, Paukstudio [Juku], außerschulischen Aktivitäten wir Klavierstunden oder Englischkurs und wieder Juku. Zeit zum Spielen bleibt selten.
Jeder muss (oder sollte dringend) in einen Schulclub eintreten. Davon gibt es sehr viele und es sind hauptsächlich Sportclubs - man kann also Fußball, Volleyball, Baseball, Leichtathletik, Rhytmische Gymnastik, Tanzen, Tischtennis, Tennis etc. machen. Sport ist sehr, sehr wichtig an japanischen Schulen und wer herausragend ist, schafft es so in eine gute High School. Da ist Sport nämlich auch sehr wichtig und wird sehr ernst genommen. Schulsport wird eifrig von der Außenwelt betrachtet und es gibt immer Turniere (Interhigh) zwischen den Schulen aus ganz Japan. Wer das gewinnt, bringt sehr viel Ehre mit nach Hause, nicht nur für sich, sondern auch für die Schule, den Trainer, das Team etc...




Wer keinen Sport mag, kann ein Instrument oder ein Sprache lernen, in die Garten AG oder den Chemieclub gehen. Es gibt viele Möglichkeiten und ich habe nur ein paar aufgezählt.
Wer Mittel- und Oberschule übersteht, muss sich nun noch in die Uni kämpfen. Aber dann hat man es geschafft und eine gute Zukunft winkt einem.
Denn in Japan sind die Noten nebenrangig... man bleibt nicht sitzen, nur weil man überall zu wenig Punkte hat, man wird eher als Depp abgestempelt. Es gibt keine Noten, sondern Punkte und zwar immer 100 ... über 90 von 100 wäre eine 1 bei uns und alles unter 50 gilt als weniger gut. Die Anwesenheit zählt. Bist du zu selten da, dann fliegst du. Aber ansonsten kann jeder den Abschluss machen, ganz gleich, wie die Noten sind. Ein System, das ich mir manchmal gewünscht hätte, wenn ich vor einem Chemietest verzweifelte. T_T
Auf einem japanischen Zeugnis stehen dann aber Sachen wie "gut" oder "streng dich mehr an" und manchmal doch Noten und äh ... ja, muss gestehen, das hab ich nie begriffen.


Das klingt jetzt alles ziemlich negativ, aber im Großen und Ganzen mag ich das japanische Schulsystem. Die Clubs, die Bewertung, die Zusammengehörigkeit... das ist alles echt super. Schuluniformen find ich sowieso toll.


Was ich ganz schrecklich finde, ist allerdings der Druck. Und der Stress, der einem aufgezwungen wird.
Wenn du keine guten Noten kriegst, dann ...
Wenn du es nicht auf die A-Schule schaffst, dann...
Wenn du das Turnier nicht gewinnst, dann...
Wenn du nicht zum Juku gehst, dann...
Wenn du jetzt rausgehen möchtest, dann...
Wenn du deine Familie nicht stolz machen kannst, dann...

 Tagesablauf eines 13 Jährigen Jungens (Kaishu):

7.15 Uhr: aufstehen, frühstücken
8.10 Uhr: Schulbeginn
11.30Uhr: Schulessen
14.30 Uhr: Klassenzimmer putzen
15 Uhr: Fußballtraining
16 Uhr: Abendessen
19 Uhr: Paukstudio
21 Uhr: Hausaufgaben machen
22 Uhr: ins Bett gehen
Dieser Druck lastet auf so ziemlich jedem japanische Teenager. Ich kann es mir nicht vorstellen, das muss furchtbar sein. Die meisten können gut damit umgehen.
Viele können es nicht. Für gewöhnlich, lassen sie es dann an anderen aus. Mobbing ist ein sehr ernstes Problem in Japan, das "ja eigentlich gar nicht existiert." Das Thema ist sehr komplex und ich werde später nochmal drauf zurück kommen.
Die Opfer haben dann mit zwei Scheußlichkeiten zu kämpfen: Druck von zu Hause, Mobbing in der Schule.
Die Suizidrate in Japan ist die höchste der Welt und sie steigt weiter an. Es sind so gut wie immer Teenager. Schüler von der High School. Und es kommen auch immer mehr Mittelschüler hinzu ... und Grundschüler.
Die Regierung weiß noch nicht, was tun kann, um das zu stoppen. Momentan versuchen sie es mit Personen, der öffentlichen Leben und so spricht zur Zeit die Gruppe AKB48 den Schülern Mut zu. Dass sie selbst alles Kinder sind, ist nebensächlich.
Herje, jetzt habe ich doch mit einem sehr negativen Thema abgeschlossen. Nächstes Mal wird es dann wieder positiver, versprochen! Mal schauen, womit ich mich beschäftigen werde.^^

Montag, 14. Mai 2012

m-ontag: kraaaaank

Moin!

In den vergangenen Tagen sind verschiedene Dinge passiert und ich wusste nicht so ganz, was ich als Aufhänger für diesen Artikel nehmen sollte. Geburtstag? Theater? Familie? Tja, im Endeffekt habe ich mich für etwas entschieden, was ich in Japan auch erfahren durfte. Ich war krank.

Vom Somemr zum Herbst kühlen die Temperaturen in Tokyo recht schnell aus. September und Anfang Oktober ist es noch heiß und feucht, aber dann im November ist es bereits sehr kalt.

Dementsprechend macht bei vielen der Kreislauf schlapp oder sie fangen sich eine Erkältung ein und ich leider auch.

Normalerweise geht das alles sehr schnell bei mir. Ich fühle mich 3-4 Tage schlapp und elend krank, aber dann geht's mir schon wieder gut und ich muss nur den Rest Schnupfen noch auskurieren.
In Japan war das ganz anders. Mein Körper wollte einfach nicht gesund werden.
Ihr habt sicher alle einen Hausarzt, zu dem ihr geht, richtig? Tja, in Japan gibt es dieses System so nicht. Es gibt zwar einen Haufen Spezialisten (wie Zahnärzte, Gynäkologen usw.), aber wenn man einfach nur eine Grippe hat, muss man sich entweder selbst behelfen oder direkt ins Krankenhaus gehen.

Letzteres wollte ich echt nicht (ouh, Krankenhäuser X.X), also machte ich mich irgendwann auf die Suche nach einer Apotheke - Jap, gibt's tatsächlich, man muss nur suchen. Apotheken in Japan sind markiert mit dem Wort クスリ[kusuri = Medizin] und für gewöhnlich gut versteckt.


Das liegt daran, dass es sich leider oft um kleine, finstere Kämmerchen handelt. Apotheken wie bei uns, hab ich keine gesehen, gibt es aber bestimmt.
Das liegt vielleicht daran, das Krankenhäuser selbst Medikamente ausgeben und die haben einen sehr hohen medizinischen Standard.

Trotz der unansehnlichen Erscheinung sind Apotheken ziemlich teuer. Viel zu teuer, um sich mal eben was zu kaufen, damit der Husten nachlässt.
Wie ihr vielleicht wisst, gilt Nase putzen in Asien als sehr unschön. Das ist in Japan zwar nicht mehr so schlimm (gerade junge Leute finden es weniger tragisch), aber manche Menschen sind nach wie vor angewidert. Einmal hat sich sogar eine Dame von mir weggesetzt. Es gibt in Japan auch keine ordentlichen Taschentücher. Es gibt sie einfach nicht! Nur diese einlagigen Fähnchen, auf die sie Werbung drucken.

Was hab ich also gemacht? Ich habe mir in der Drogerie Halstabletten (diese dreickeigen BonBons von Wick gibt's auch in Japan...) gekauft ... und dann hab ich nach Hause telefoniert, denn das konnte ja nicht so weiter gehen.

Meine Mutter hat auch ziemlich schnell reagiert (Expresspaket und so weiter) und mir erstmal eine riesige Packung Taschentücher geschickt + Wick MediNight + Einreibung + Hustensaft + Schnupfenmedikamente + Ibuprofen usw. usw. Am Ende roch ich zwar wie eine Mischung aus Apotheke und Drogenlabor, aber es ging mir viel besser.
Also ein Tipp: Nehmt euch immer irgendwas mit! Ohne Reiseapotheke seid ihr wirklich aufgeschmissen.

Noch eine Sache... wer kennt sie nicht? Die Bilder von Japanern, die diese Gesundheitsmasken tragen, um andere nicht anzustecken?


Das ist okay, völlig normal und jeder, der krank ist, wird angehalten, so eine Maske zu tragen. Man sieht kaum Ausländer damit. Warum wohl? Weil das einfach verdammt gruselig ist!!! In Japan gibt es sogar eine Horrorgeschichte über eine Frau, die solch eine Maske trägt. Sie fragt Kinder, ob sie schön ist und wenn die Kleinen das Falsche antworten, nimmt sie die Maske ab und ist von einem zum anderen Ohr aufgeschlitzt. Muss ich erwähnen, dass sie alle umbringt, die sie fragt? Wie abartig! Kuchizuke-Onna nennt man sie.


Und unangenehm. Wer schon mal zu Hause auf Quarantäne war, der weiß, wie unangenehm so eine Maske ist. Man muss als Ausländer schon sehr, sehr lange in Japan gelebt haben, um zur Maske zu greifen.

Abschließend hatte ich euch ja Rezepte versprochen und es letztes Mal direkt vergessen. Sorry! Ich hol das nach.

In jedem Land gibt es ein Gericht, das man isst, wenn man sich nicht wohl fühlt oder krank ist. In Deutschland ist es der Zwieback, in Amerika die Hühnerbrühe usw.

In Japan ist es O-Chazuké.


Es sieht nicht gerade magenfreundlich aus, ich weiß. Aber ich hab's mal für meine Mutter gemacht, als sie sich den Magen verdorben hatte und wenn man den Fisch gegen ein Gemüse oder eingelegten Ingwer austauscht, dann bleibt es auch drin.

Chazuké ist eine Schüssel Reis, über die grüner Tee gegossen wird, als Garnitur gibt es Fischflocken, Gemüse oder Pickles oben drauf. Man kann es ganz einfach direkt aus der Schüssel trinken oder löffeln.


Wie ihr seht, ist es sehr leicht und vielseitig. Man kann es auch gut zu Yakitori oder anderen Fleischgerichten essen, da es nicht schwer im Magen liegt.

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir Bilder zeigt, solltet ihr es ausprobieren! :D

Sonntag, 13. Mai 2012

Happy Birthday

Oh mein Gott, gleich noch ein Eintrag hinterher!
Und außerdem ein weiterer Geburtstag!!
UND ES IST NICHT DER LETZTE DIESEN MONAT!!!

Haha, so viele Geburtstage.

Für heute heißt es aber erstmal:

Alles Liebe zum Geburtstag, m-chen!

Ich wünsche dir, dass

  • du immer Träume hast.
  • du immer im Gleichgewicht mit dir und deiner Welt bist.
  • du immer was zu lachen hast.
  • du dein Leben jeden Tag leben kannst.
Das und noch viel mehr! :D


Montag, 7. Mai 2012

m-ontag: Getting Around

Sooo heute erzähl ich was zum Thema Nahverkehr in Tokyo.
Wie ihr vielleicht wisst, herrscht in Japan, genauso wie in England, Linksverkehr. Dementsprechend war Autofahren für mich keine Option. Es erzählen einem zwar immer alle, dass man sich superschnell eingewöhnt, aber so ganz glauben, kann ich das nicht.

Gott sei Dank, haben die meisten großen Städte in Japan aber ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit Bussen und U-Bahnen. Hauptsächlich U-Bahnen...

Die U-Bahn in Japan heißt Metro (wie in Paris) und sie ist nicht staatlich, sondern privat. In Tokyo gibt es zwei große Konzerne, die die U-Bahnlinien untereinander aufteilen: Tokyo Metro (denen gehören fast alle Linien) und Toei Subway (hatverwaltet zwar weniger als die Hälfte an Linien, aber ähnlich viele Stationen).

Es ist eigentlich ganz einfach - zuerst kauft man sich eine Fahrkarte am Automaten. Hier müsst ihr angeben, bis wohin ihr fahren wollt und dann den Betrag zahlen. In Japan wird, wie bei uns, nach Stationen berechnet.

Wem das zu umständlich ist, der kann sich eine Karte kaufen. Es gibt zwei verschiedene, denn beide Konzerne haben eine eigene rausgebracht.
Tokyo Metro hat die Suica Card:


und Toei die Pasmo Card:


Die Karten kosten einmalig 500Yen, dann kann man sie immer aufladen. Billiger wird es zwar nicht, aber unkomplizierter. Um auf den Bahnsteig zu gelangen, muss man nämlich entweder seine Karte auf einen Laser drücken oder das Ticket durch einen Schlitz ziehen.
Ich hatte so eine Pasmokarte und eigentlich wollte ich sie euch gern zeigen, aber ich hab sie nicht gefunden. >_<
Dafür zeig ich euch mal so einen Standardfahrschein.


Bisschen unspektakulär, ich weiß...
Ich hab mal gehört, dass es in kleineren Städten manchmal keinen automatischen Kartenleser gibt, sondern einen Schaffner, der das Ticket locht... kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber in Japan gibt's ja Angestellte für alles.

Dann kennt ihr ja sicherlich alle die schönen Fernsehbilder, in denen Passagiere vom Bahnpersonal in die Bahn gedrückt werden. Ich werde auch immer wieder gefragt: "Ist dir das auch passiert?!?!?!"
Die Antwort lautet: Ja. Ein Ja mit einem Aber! Es gibt diese Schubser (oshiya) wirklich, aber nicht an jedem Bahnsteig und auch nicht immer. Ich hab an der Mita-Linie gewohnt und die Bahn war nie rammelvoll. Klar, manchmal muss man stehen, aber das muss man in Berlin ja auch!
Dieses Quetschen kommt nur zur Rush Hour vor (also morgens und abends wenn die Leute zur Arbeit fahren oder Heim gehen) und auch nur an Knotepunkten wie z.B. Shinjuku.

Dann hatte mich mal jemand gebeten, so ein paar Fettnäpfchen aufzuzählen, in die man treten kann und die gibt es beim Bahnfahren auch.

a) Eine große Zeitung lesen.
Jap. In Japan gilt es als extrem unhöflich, andere in der Bahn zustören. Eine große Zeitung wird unpraktisch geöffnet und man schlägt sie anderen ins Gesicht.
b) Sich hinfläzen, als wär man zu Hause.
Na ja, das ist nicht so ganz richtig. Es wird einem zwar überall erzählt, man soll sich gesittet verhalten, aber eigentlich stört es kaum jemanden, wenn man sich bequem hinsetzt. Es ist sogar in Ordnung, wenn man als Frau die Schuhe auszieht.
c) Rauchen.
Eigentlich klar, oder? Japan hat sehr strenge Raucherregeln - das darf man fast nirgends mehr und in der Bahn schon recht nicht.
d) An jemanden anlehen.
Die meisten Japaner können in der Metro schlafen. Ich weiß nicht, wie sie das machen, aber Gott weiß, ich beneide sie um diese Fähigkeiten. Es ist auch ganz einfach. Die Arme werden verschränkt, der Kopf fällt auf die Brust und dann schlafen Männer wie Frauen tief und fest bis genau eine Station vor ihrem Ausstieg. Es ist wirklich kurios! Solange man dabei nicht mit dem Kopf auf jemand anderes Schulter hängt, ist das auch kein Problem.
e) Chikan!
Das gilt für Männer. Leider ist es so, dass es auf Grund des Gedränges in japanischen Bahnen, oft zu Übergriffen auf Frauen kommt, die einen Rock tragen. In den 90ern war das besonders schlimm. Es kam dann zu großaufgezogenen Kampagnen, die Frauen beibrachten, sich zu wehren und spezielle Frauenwaggons einrichteten. Ein Mann, dessen Hand sich also frei in der Masse bewegt, wird schnell als Perversling eingestuft und es schnellen Rufe wie "etchi!" (Perverser) oder "chikan!" (Belästigung) durch den Waggon.
Die meisten japanischen Männder sind jedoch völlig unschuldig, haben aber Angst, zu Unrecht beschuldigt zu werden. In Japan ist der gute Ruf unheimlich wichtig und viele Gangs haben darauf ein Geschäft gemacht. Ein junges Mädchen stellt sich dicht neben einen gutbetuchten Mann, schreit plötzlich Chikan und ihre Freunde ziehen ihn dann aus der Bahn. An der Station hat er dann die Wahl, eine Erpressersumme zu zahlen oder zur Polizei zu gehen. Die meisten zahlen, selbst wenn sie unschuldig sind, weil sie viel zu viel Angst vor der Blamage haben. Traurig aber wahr.
Viele Männer stellen sich deswegen in der Bahn mit beiden Händen nach oben, damit der Verdacht gar nicht erst aufkommt.

Na dann, viel Text, wenig Bilder, hoffentlich hat's euch trotzdem gefallen.^^

Bis nächstes Mal!