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Sonntag, 15. September 2013

Pocket Morning Weekly 15.09.2013

Welche Sehenswürdigkeit würdest du dieses Jahr gern besichtigen?
Which landmark would you like to visit this year?
 
 
I'd love to go to an amusement park with the Renaitachi. Maybe next year.
 
 
Disneyland... but it's not going to happen. .__.
 
None. I'm not the type. ._.
 
The Loch Ness Monster! ;)
 
I'd like to go see all the museums in Berlin, but can I do that?! O.o
 
The city Carcasonne!!!
(Anm.d.Red.: Carcasonne ist eine Stadt in Südfrankreich.)
 
I've been to Florida this year and visited the Universal Studios.

Sonntag, 9. Juni 2013

Pocket Morning Weekly 09.06.2013

Sommerzeit, Urlaubszeit. Wir haben uns diesmal gefragt, wo wir alle zusammen hinfahren würden, wenn wir das Geld oder einen Teleporter hätten.
 
Wenn du eine Reise mit den Renai Membern machen könntest, wohin würdest du fahren und was würdest du tun?
If you could go on vacation with the renai members, where would you go and what would you do?
 
To the beach! We could swim, play, beat up melons - whatever fun there is. :)
 

To Japan - make a dance cover in Disneyland and a foto shooting in Akihabara.
 

To Japan and watch a Hello Project concert and go shopping until we die. :D
 
 
Disneyland ... I always wanted to go there and it has to be fun with the girls. :D
 
Romania, Scotland or New Zealand ... the landscape is beautiful and I'd like to visit old castles and ruins ... or creepy places...~
Probably to a place, where you can dance. :D Some place with a Karaoke bar maybe?

Sonntag, 3. Februar 2013

Pocket Morning Weekly 03.02.2013

Nach einem Monat Abwesenheit, ist PMW wieder zurück! Wir starten das neue Jahr mit neuem Design, denn Nikki ist ab jetzt nicht mehr mit dabei, dafür unser neustes Mitglied Nana! Da war ein neuer Look doch unvermeidlich, oder?
 
Wer schläft als erstes ein, wenn Renai auf Reisen geht?
(While traveling, which Renai member falls asleep first?)
 
 
(If not me, it's Nikki~!)
 
 
(I'd like to know that, too...)
 
(I think Mina and me.)
 
(That would be Giny.)
 
(Pass! XD)

Montag, 30. Juli 2012

m-ontag: Über den Wolken...

Nachdem Laureen letztes Mal ein paar Erkenntnisse aus ihrem Tokyourlaub geteilt hat, bin ich heute wieder dran mit Japanm-ontag.
Und ratet mal ... wenn ihr das hier lest, bin ich ebenfalls auf dem Weg nach Tokyo. Mein zweiter Aufenthalt in der Weltmetropole ist viel kürzer - diesmal bin ich nur 3 Wochen hier und nicht wie letztes Mal mehrere Monate.
Allerdings kann ich die nächsten Montage meine m-ontag Beiträge direkt vom Ort des Geschehens abschicken, um den es sich hier seit vielen Wochen dreht: Japan und Tokyo!

Womit fang ich an? Natürlich mit dem Flug ... denn genau da befinde ich mich zurzeit, in einem Flugzeug (oder vllt auch in London oder schon in Tokyo, je nachdem, wann ihr das hier lest...).
Man kann von Berlin aus nicht direkt nach Tokyo durchfliegen - der große Flughafen sollte das möglich machen, aber wer weiß, wann die fertig werden, oder? Man wird standardmäßig über einen der vier größten Flughäfen Europas geleitet: London Heathrow, Paris Charles de Gaulle, Amsterdam Schiphol oder Frankfurt am Main (keine Ahnung, wie der heißt), manchmal fliegt man auch über Wien und Mutige können über Moskau fliegen. Das hängt alles von der Fluggesellschaft ab. Ich persönlich fliege am Liebsten British Airways (man, klingt, als wär ich voll der Jetsetter...), damit bin ich auch letztes Mal mit meiner Freundin nach Tokyo geflogen. Die Sitze bieten relativ viel Platz, jeder hat seinen eigenen Fernseher und man kann aus mehren Dutzend Filmen wählen. Das Essen ... ist Geschmackssache, oder? Man kann auf jeden Fall immer zwischen zwei Gerichten wählen! Und Leute, die nicht warten können, geben bei der Buchung an, dass sie vegetarisch/koscher/hindi/vegan/laktosefrei/glutenfrei/etc. essen möchten. Ja, das wird berücksichtigt. Je länger der Flug, desto mehr zu Essen gibt's ... eigentlich logisch, oder?
Bei meinem ersten Tokyoflug hatten wir die Wahl zwischen einem englischen Frühstück und einem Omelett und meine Freundin und ich entschieden uns, dass jeder eines nehmen sollte, sodass wir tauschen könnten. Weil ich nett war, wählte ich das englische Frühstück, denn wir gingen beide davon aus, dass es eine kulinarische Katastrophe sein musste. Was soll ich sagen? Ich hatte Glück! Mein Essen war zwar nicht phänomenal, aber genießbar, im Gegensatz zum Omelett.
Je nach Abflug, gibt es dann noch Mittag oder Abendbrot und diverse Snacks dazwischen ... Getränke kriegt man so viel man will, das gilt auch für Alkohol.

Der Flug von London nach Tokyo dauert knapp 12 Stunden. Ganz recht. 10 Stunden und dann nochmal 2. Wenn der Flieger pünktlich ist, was keine Selbstverständlichkeit ist.
Lasst mich meine Erfahrung mit euch teilen ... Langstreckenflüge sind SCHEIßE! Ich durfte mittlerweile schon nach Peking, Tokyo, die Dominikanische Republik und New York fliegen. Langstreckenflüge sind Mist. Like seriously.
Egal, was euch die Fluggesellschaft verspricht - Beinfreiheit, tolles Essen, freundliches Personal (LÜGE!) - solange ihr euch keinen Platz in der Businessclass leisten könnt (wohl kaum), wird dieser Flug für euch nicht angenehm. Sobald ihr aufs Klo müsst, Schlafen oder einfach nur ein wenig bequemer sitzen wollt, stoßt ihr auf eure Grenzen. Businessclasssitze lassen sich in die Waagerechte bringen, damit man schlafen kann ... in der Holzklasse kann man nicht mal die Beine ausstrecken.

Ihr müsst dennoch das Beste drausmachen, bis ihr an eurem Ziel seid, dafür hier ein paar Tipps:

1) Sitzplätze reservieren
Das geht bei fast allen Fluggesellschaften kostenfrei ab 24 Stunden vor dem Abflug. Für gewöhnlich bedeutet das, sehr früh aufstehen, aber glaubt mir, das ist es wert! Versucht, entweder die Sitze GANZ VORN (Beinfreiheit!) oder GANZ HINTEN (Zurücklehnen, ohne dass sich wer beschwert) zu ergattern.
2) Extraklamotten
Fliegen ist teuer. Nicht nur für den Passagier. Die Fluggesellschaften versuchen, Geld zu sparen, wo es nur geht. Deswegen wird die Klimaanlage oft heruntergedreht, denn dadurch trinken die Reisenden weniger. Man muss zwar weniger aufs Klo, aber meist friert man sich den A**ch ab. Besonders kalte Füße, sind ein altbekanntes Problem. Ein Extrashirt (auch falls ihr euch einsaut), extra Socken und Extraunterwäsche sollten mit ins Handgepäck!
3) Am Gang sitzen
Ja, ihr könnt dann nicht aus dem Fenster sehen. Aber zum einen könnt ihr euch die Beine vertreten, so viel ihr wollt (Hallo, Trombosealarm!) und zum anderen, seid ihr schneller am Notausgang. Es ist statistisch bewiesen - Menschen, die am Gang sitzen, überleben eher einen Absturz, als die, die am Fenster sind.
4) Notausgang
ICH WEIß! Aber ich finde das wichtig. Schaut euch die Notausgänge an und wenn ihr weder vorn noch hinten sitzen könnt, setzt euch in die Nähe eines Notausganges. Der Grund ist derselbe - Menschen, die in der Nähe eines Notausganges sitzen, überleben eher.
5)Passendes Schuhwerk
Muss ich das wirklich erklären? Okay, gut. Ihr wollt keine kalten Füße. Ihr wollt nicht zu den Leuten gehören, die die Schuhe ausziehen müssen, solltet ihr notlanden. Ihr wollt nicht einem Mitpassagier ein weiteres Nasenloch verpassen, weil er fällt und ihr über ihn drüberstöckelt - das ist gemeingefährlich! Keine Sandalen und KEINE HIGHHEELS! Und ihr wollt nicht am Flughafen aufgehalten werden, weil ihr Stahlkappen tragt...
6) Sich vorher über das Bordprogramm informieren
Das spart einfach Zeit. Ihr könnt euch locker 3 Blockbuster anschauen, die noch nicht mal im Kino laufen!
7) Das Personal in Ruhe lassen
Tut's einfach... macht nicht denselben Fehler wie ich und zieht eine amerikanische Flugbegleiterin an ihrem Rock, weil sie euch übersehen hat. Tut es nicht, DIE VERSTEHEN KEINEN SPAß!!
8) Den Gurt verdecken
Diese Lektion musste ich lernen, als ich vom Flug von Charles de Gaulles nach Peking von einer Frau im Körper eines Mannes im Körper eines Flugbegleitert geweckt wurde, als ich gerade eingeschlafen war. Er konnte meinen Gurt nicht sehen. Die legen darauf Wert. Ihr bekommt vermutlich eine Decke. Hier ist der Plan: Einigermaßen bequem machen, zudecken, Gurt über der Decke zumachen und alles ist gut.
9) Alarm
Terroristen sind überall! Echt jetzt! In euren Gürtelschnallen, in euren festverschlossenen Wasserflaschen, sogar in euren Schuhen! Deswegen wird alles abgegeben oder untersucht. Wasser dürft ihr nicht mitnehmen, wisst ihr ja - kauf euch im Duty Free eine Flasche (völlig überteuert, aber ihr braucht es!). Aber wusstet ihr auch, dass  ihr an den großen Flughäfen eure Schuhe durch das Röntgengerät schieben müsst, weil Sprengstoff drin sein könnte? Oder dass das Gerät, zu viele Kabel nicht erkennt? Wenn ihr also Laptop + Musik + Kamera + Handheld + alle Ladegeräte in einer Tasche habt, ist es wahrscheinlich, dass ihr angehalten und zur Extradurchsicht gebeten werdet. Ich hab es zwar nie mitgemacht, aber ich glaube, eine Leibesvisitation gehört da zu. Also: Alles gut zusammenwickeln und mit Gummi festschnüren.
10) Gepäck
Hier ein kleiner Schock für euch! Ihr seid nicht die einzigen mit Gepäck! Jeder Passagier hat einen Koffer. Manchmal auch mehr. Das Flughafenpersonal gibt sein Bestes, aber Sachen gehen kaputt/verloren/werden falsch geschickt. Deswegen: (a) Jeder nimmt seinen eigenen Koffer und es wird von jedem etwas in beide Koffer gesteckt. (b) Elektronikgeräte und Wertsachen kommen ins Handgepäck! (c) Koffer gut sichtbar machen, mit bunten Gepäckbändern, Stickern oder direkt bunte Koffer nehmen. ("Mein Koffer ist weg! Es ist der Samsonite mit pinkem Zebramuster." Ist viel besser als: "Der graue Noname.")
11) Den Mund aufmachen
Das Personal gibt zwar sein Bestes, aber die müssen auch schnell sein. Deswegen werden Koffer nicht wie rohe Eier behandelt, sondern wie, jep, Koffer. Sachen gehen kaputt. Oft!
Sobald ihr euren Koffer vom Band geholt habt, überprüft, ob alles heil ist! Besonders Rollen brechen schnell ab. EUCH STEHT ENTSCHÄDIGUNG ZU!!! Bei mir war einmal der Standfuß verbogen und ich bekam einen völlig neuen Koffer erstattet, obwohl der andere noch gut funktionierte - am Ende hatte ich also zwei. Es hilft auch, Kratzer anzuführen, die schon vorher da waren, aber das habt ihr nicht von mir...
12) Zu viel mitschleppen
Ich hasse Leute, die quasi einen zweiten kleinen Koffer mit ins Handgepäck nehmen. Ich hasse sie und alle anderen auch.
13) Auf dem Flughafen essen
Ich weiß, das ist bescheuert, weil ihr Essen im Flieger kriegt und dafür habt ihr ja bezahlt. Aber ihr solltet was Füllendes essen oder zumindest kaufen. Das Flugzeugessen ist manchmal widerlich! Ich meine es Ernst. Sollten eure Geschmacksknospen nicht völlig abgestorben sein, kann es passieren, dass ihr es nicht runter kriegt. Und nun stellt euch vor ... ihr habt einen leeren Magen, ihr könnt nicht schlafen, ihr seid seit Stunden im Stress... worin resultiert das? Genau. Krankheit. Bei mir war es der Magen. Ich habe es geschafft, den Start, den Flug und die Landung eines Kurzstreckenfluges zu verpennen, weil es mir hundsmiserabel ging und ich bereits auf dem Flughafenklo meine Magensäure übergeben musste.
14) Babys
Dagegen könnt ihr nichts tun. Es gibt Spinner, die mit ihren wenige Monate alten Babys bereits Langstreckenflüge hinter sich bringen. Zeigt ihnen mental den Finger und bemitleidet das arme Kind, dem geht es nämlich noch viel schlimmer.
15) Medikamente und co.
Vergesst sie nicht. Ihr seid so lange im Flieger, dass das Zeitfenster für die Einnahme vermutlich irgendwo dazwischen liegt. Ihr könnt Schlaftabletten mitnehmen, sollte euch das beim Einschlafen helfen. Allerdings solltet ihr versuchen, darauf zu verzichten. Glaubt mir.
Vergesst auch die Eitelkeit! Reist mit Brille! Ihr wisst nicht, was alles passiert und am Ende müsst ihr eure Kontaktlinsen im Flieger oder am Flughafen rausnehmen. Mir ist das schon passiert. Das ist ätzend!

So, damit habe ich nun 15 meiner Flugtipps mit euch geteilt. Ich bin sicher, dass ich noch mehr hätte, aber mehr fallen mir nicht ein.

Den nächsten Beitrag bekommt ihr dann demnäääächst ... mal schaun, was sich zwischen heute und vor 4 Jahren geändert hat. Noch etwas anderes außer meine Sichtweise auf die Dinge?

Montag, 7. Mai 2012

m-ontag: Getting Around

Sooo heute erzähl ich was zum Thema Nahverkehr in Tokyo.
Wie ihr vielleicht wisst, herrscht in Japan, genauso wie in England, Linksverkehr. Dementsprechend war Autofahren für mich keine Option. Es erzählen einem zwar immer alle, dass man sich superschnell eingewöhnt, aber so ganz glauben, kann ich das nicht.

Gott sei Dank, haben die meisten großen Städte in Japan aber ein gut ausgebautes Nahverkehrsnetz mit Bussen und U-Bahnen. Hauptsächlich U-Bahnen...

Die U-Bahn in Japan heißt Metro (wie in Paris) und sie ist nicht staatlich, sondern privat. In Tokyo gibt es zwei große Konzerne, die die U-Bahnlinien untereinander aufteilen: Tokyo Metro (denen gehören fast alle Linien) und Toei Subway (hatverwaltet zwar weniger als die Hälfte an Linien, aber ähnlich viele Stationen).

Es ist eigentlich ganz einfach - zuerst kauft man sich eine Fahrkarte am Automaten. Hier müsst ihr angeben, bis wohin ihr fahren wollt und dann den Betrag zahlen. In Japan wird, wie bei uns, nach Stationen berechnet.

Wem das zu umständlich ist, der kann sich eine Karte kaufen. Es gibt zwei verschiedene, denn beide Konzerne haben eine eigene rausgebracht.
Tokyo Metro hat die Suica Card:


und Toei die Pasmo Card:


Die Karten kosten einmalig 500Yen, dann kann man sie immer aufladen. Billiger wird es zwar nicht, aber unkomplizierter. Um auf den Bahnsteig zu gelangen, muss man nämlich entweder seine Karte auf einen Laser drücken oder das Ticket durch einen Schlitz ziehen.
Ich hatte so eine Pasmokarte und eigentlich wollte ich sie euch gern zeigen, aber ich hab sie nicht gefunden. >_<
Dafür zeig ich euch mal so einen Standardfahrschein.


Bisschen unspektakulär, ich weiß...
Ich hab mal gehört, dass es in kleineren Städten manchmal keinen automatischen Kartenleser gibt, sondern einen Schaffner, der das Ticket locht... kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber in Japan gibt's ja Angestellte für alles.

Dann kennt ihr ja sicherlich alle die schönen Fernsehbilder, in denen Passagiere vom Bahnpersonal in die Bahn gedrückt werden. Ich werde auch immer wieder gefragt: "Ist dir das auch passiert?!?!?!"
Die Antwort lautet: Ja. Ein Ja mit einem Aber! Es gibt diese Schubser (oshiya) wirklich, aber nicht an jedem Bahnsteig und auch nicht immer. Ich hab an der Mita-Linie gewohnt und die Bahn war nie rammelvoll. Klar, manchmal muss man stehen, aber das muss man in Berlin ja auch!
Dieses Quetschen kommt nur zur Rush Hour vor (also morgens und abends wenn die Leute zur Arbeit fahren oder Heim gehen) und auch nur an Knotepunkten wie z.B. Shinjuku.

Dann hatte mich mal jemand gebeten, so ein paar Fettnäpfchen aufzuzählen, in die man treten kann und die gibt es beim Bahnfahren auch.

a) Eine große Zeitung lesen.
Jap. In Japan gilt es als extrem unhöflich, andere in der Bahn zustören. Eine große Zeitung wird unpraktisch geöffnet und man schlägt sie anderen ins Gesicht.
b) Sich hinfläzen, als wär man zu Hause.
Na ja, das ist nicht so ganz richtig. Es wird einem zwar überall erzählt, man soll sich gesittet verhalten, aber eigentlich stört es kaum jemanden, wenn man sich bequem hinsetzt. Es ist sogar in Ordnung, wenn man als Frau die Schuhe auszieht.
c) Rauchen.
Eigentlich klar, oder? Japan hat sehr strenge Raucherregeln - das darf man fast nirgends mehr und in der Bahn schon recht nicht.
d) An jemanden anlehen.
Die meisten Japaner können in der Metro schlafen. Ich weiß nicht, wie sie das machen, aber Gott weiß, ich beneide sie um diese Fähigkeiten. Es ist auch ganz einfach. Die Arme werden verschränkt, der Kopf fällt auf die Brust und dann schlafen Männer wie Frauen tief und fest bis genau eine Station vor ihrem Ausstieg. Es ist wirklich kurios! Solange man dabei nicht mit dem Kopf auf jemand anderes Schulter hängt, ist das auch kein Problem.
e) Chikan!
Das gilt für Männer. Leider ist es so, dass es auf Grund des Gedränges in japanischen Bahnen, oft zu Übergriffen auf Frauen kommt, die einen Rock tragen. In den 90ern war das besonders schlimm. Es kam dann zu großaufgezogenen Kampagnen, die Frauen beibrachten, sich zu wehren und spezielle Frauenwaggons einrichteten. Ein Mann, dessen Hand sich also frei in der Masse bewegt, wird schnell als Perversling eingestuft und es schnellen Rufe wie "etchi!" (Perverser) oder "chikan!" (Belästigung) durch den Waggon.
Die meisten japanischen Männder sind jedoch völlig unschuldig, haben aber Angst, zu Unrecht beschuldigt zu werden. In Japan ist der gute Ruf unheimlich wichtig und viele Gangs haben darauf ein Geschäft gemacht. Ein junges Mädchen stellt sich dicht neben einen gutbetuchten Mann, schreit plötzlich Chikan und ihre Freunde ziehen ihn dann aus der Bahn. An der Station hat er dann die Wahl, eine Erpressersumme zu zahlen oder zur Polizei zu gehen. Die meisten zahlen, selbst wenn sie unschuldig sind, weil sie viel zu viel Angst vor der Blamage haben. Traurig aber wahr.
Viele Männer stellen sich deswegen in der Bahn mit beiden Händen nach oben, damit der Verdacht gar nicht erst aufkommt.

Na dann, viel Text, wenig Bilder, hoffentlich hat's euch trotzdem gefallen.^^

Bis nächstes Mal!